Willkommen

Im Juni 2016 lud Dr. Bettina Schöne-Seifert, Professorin und Lehrstuhlinhaberin für Medizinethik an der Universität Münster, ausgewiesene Experten der komplementären und alternativen Medizin (KAM) nach Münster ein, um über KAM im Allgemeinen und das Heilpraktikerwesen im Besonderen zu diskutieren. Die Gruppe nannte sich „Münsteraner Kreis“. Schöne-Seifert: „Wir wollten ausloten, wie ein solidarisches Gesundheitswesen verantwortlich und fair mit dem Clash zwischen gefährlicher Pseudowissenschaft und Selbstbestimmung umgehen sollte. Um es deutlich zu sagen: Wir wollten den gegenwärtigen Irrsinn nicht länger hinnehmen.“


Die Projekte bislang:

Januar 2023: Münsteraner Memorandum Evidenzbasierte Medizin, in dem wir fordern, dass bei der Beurteilung von Behandlungsansätzen immer auch Plausibilitätsüberlegungen einfließen müssen, die sich auch auf Grundkonzepte etwa der Biologie, Biochemie und Physiologie stützen. Im Fall von sogenannter Alternativmedizin muss sich die Wissenschaftsgemeinschaft auf diese wissenschaftliche Gesamtevidenz berufen.

November 2022: Münsteraner Memorandum Anthroposophische Medizin, in dem wir die Anthroposophie und ihren Gründer Rudolf Steiner vorstellen. Steiner war – anders als seine Anhänger meinen – kein Wissenschaftler. Die sich auf Steiner berufende Anthroposophische Medizin entbehrt jeder Rationalität und ist mit ihrer wissenschaftsaversen und ausgeprägt esoterischen Grundausrichtung für Kranke und Ratsuchende nutzlos bis gefährlich.

Oktober 2022: Münsteraner Memorandum „Integrative Medizin“, in dem wir die verbreitete These vom ‚Besten beider Welten‘ hinterfragen, die die Integrative Medizin (IM) kennzeichnet. Entgegen anderslautenden Versprechungen hat IM kein erkennbares Potential zur Verbesserung der Medizin. Sie stiftet vielmehr Verwirrung und bringt Gefahren mit sich. Vor diesem Hintergrund ist zu fordern, dass IM auf allen Ebenen kritisch hinterfragt wird.

März 2022: Münsteraner Memorandum Wissenschaftsorientierte Medizin, in dem wir uns mit dem Anspruch der moderne akademische Medizin auseinandersetzen, die Erfolgsaussichten ihrer Behandlungsmaßnahmen nach dem jeweiligen wissenschaftlichen Erkenntnisstand erklären und empi­risch belegen zu können. Die­ses Memorandum soll dazu dienen, die Ziele und Grundbegriffe der WOM im Spiegel der Covid-19-Pandemie darzulegen. 

April 2021: Homöopathie – 10 Sprachverwirrungen. Eine Handreichung, in der wir auf Formulierungen aufmerksam machen möchten, die sich im allgemeinen Sprachgebrauch breitgemacht haben und sogar in Homöopathie-kritischen Medienbeiträgen verwendet werden, die jedoch aus der Werbe- und Verwirrsprache der Homöopathie stammen. Zu diesen Begriffen möchten wir Alternativen anbieten.

März 2018: Münsteraner Memorandum Homöopathie, in dem wir die Abschaffung der Zusatzbezeichnung Homöopathie fordern. Ärztekammern verleihen diese Zusatzbezeichnung Ärztinnen und Ärzte, die entsprechende Fortbildungen nachweisen. Dadurch bekommt die esoterische Heilslehre der Homöopathie einen seriösen Anstrich, der ihr in einem wissenschaftlich orientierten Gesundheitswesen nicht zusteht.

August 2017: Münsteraner Memorandum Heilpraktiker, in dem wir eine Abschaffung oder grundlegende Reform des Heilpraktikerberufs anregen. Wenn Sie das Memorandum unterstützen möchten, schreiben Sie bitte eine Mail an unterstuetzer [at] muensteraner-kreis.de.